19 Tote auf der Loveparade 2010 – tragisch ist es auch in meinen Augen, dass es überhaupt dazu kam – vor allem wenn man bedenkt wie es dazu kam und unter dem Aspekt, dass es hätte vermieden werden können (wie eigtl. jeder Fehler – doch Fehler passieren nun einmal meistens mangels Erfahrung und neuartigen Situationen mit denen man aufgrund dieser mangelnden Erfahrung nicht rechnen konnte)
Lächerlich hingegen ist der Aufruhr den die Medien mal wieder veranstalten und der Entschluss, die Loveparade (ein in meinen Augen mittlerweile als Kult(ur)-Event anzusehendes Ereignis) wegen einer derartigen Lappalie nie wieder stattfinden zu lassen.
Die Medien gehen an dieser Stelle hin (und beweisen mal wieder ihr Können) aus einer Mücke einen Elefanten machen zu müssen und dabei ihr möglichstes zu tun, um einem derartigen Ereignis den Garaus zu machen.
19 Tote auf erwartete 1,4 Millionen Menschen sind zwar mehr als 0 und damit schon zu viele doch prozentual gesehen weit weniger als auf manchen Konzerten oder anderweitigen Veranstaltungen bei denen Menschen ums Leben gekommen sind.
Soweit es mir bekannt ist, ist die diesjährige Loveparade auch die bislang erste gewesen, bei der es Tote gegeben hat. Rechnen wir also die Zahlen von 21 Jahren Events (abzgl. der 3 Jahre in denen die Loveparade ausgefallen ist) einmal zusammen, ergeben sich 19 Tote auf 13.971.000 Besuche (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Loveparade. Manch ein Konzert mit gerade mal 4.000 Besuchern hat da schon mehr Tote geliefert.
Ich will an dieser Stelle keineswegs den Angehörigen der Opfer respektlos erscheinen doch bemängel ich gerade, dass die Medien dies sind. 30 – 120 neue Artikel, teils doppelt und dreifach in einer Zeitung zum selben Thema sind innerhalb der letzten Stunden online gegangen (Werte aus einer Analyse von Google-News gezogen). Was bitte soll dies, wenn nicht um höhere Einschaltquoten und Verkaufszahlen und Werbeeinblendungen verbuchen zu können? Alleine das Welt.de (Welt online) 82 Einträge bei einer tieferen Suche für den Zeitraum vom 24.07.2010 bis 26.07.2010 liefert. Die Sensationsgeilheit der Leute ist also gegeben (wie ich damals auch schon in meinem Artikel "Angst, Hass, Titten …" schrieb) und diverse Zeitungen befriedigen diese wie man nachfolgend sieht, auch zur Genüge:
- Welt.de – etwa 82 Artikel
- Bild.de – etwa 112 Artikel
- Focus.de – etwa 110 Artikel
- …
Es werden wohl teils noch mehr sein, da ich (wie ihr sehen werdet wenn ihr auf die jeweiligen Zahlen klickt) nur nach den Seiten auf den Newsportalen gesucht habe, die das Wort “Loveparade” im Titel haben und im Zeitraum vom 24.07.2010 bis 26.07.2010 veröffentlicht worden sind.
Zeitungen gehen mal wieder über Leichen um Gewinn zu erzielen und das sie dabei nebenbei auch noch ein Kult(ur)-Event für immer zum Ende zwingen, ist ihnen an der Stelle scheinbar egal.
Warum Flugzeugabstürze und Großveranstaltungen bei Medien so beliebt sind
Was für Einschaltquoten und Verkaufszahlen bringen bitte heutzutage noch Terroranschläge in Afghanistan, Unfälle auf der hiesigen Autobahn die nicht mehr als ein oder zwei Tote haben oder diverse andere “Kleinigkeiten” bei denen nur ein “paar wenige” Menschen sterben? Richtig: So gut wie gar keine: Ein Flugzeugabsturz passiert hingegen viel seltener und Tote auf einer derartige großen Veranstaltung mit derartige vielen Besuchern die dann auch noch Weltweit bekannt ist, gibt es alleine schon aufgrund der Seltenheit der Veranstaltungstermine noch weniger. Andersherum betrachtet, ist es mal was “außergewöhnliches” und an dieser Stelle zitiere ich meinen Artikel "Angst, Hass, Titten …" “Erwähnte ich bereits, dass man auch dieses sehr gut Klatschen und Tratschen kann? Das Ideale Thema für jedes Kaffeekränzchen. Ein NoGo, wenn sowas fehlt.”
Je seltener ein Ereignis über das man berichten kann ist, desto besser lässt es sich für die ganzen Neugierigen verkaufen – läuft im Prinzip nicht anders ab als wie mit den ganzen Unfall-Gaffern die auf den Autobahnen häufig Stau oder gar weitere Unfälle auf der vom Unfall nicht betroffenen Fahrbahn verursachen.
Fazit:
Mein Beileid gilt den Betroffenen aber den Gewinnorientierten Medienzirkus kann ich nicht gutheißen und schändet eher die Betroffenen als das er ihnen nutzt – schließlich ziehen die Medien ihren Gewinn mal wieder aus der Qual und dem Leid anderer Menschen.


Hi Dominik,
also abgesehen davon dass die 19 Toten nur eine Seite der Medalie sind und man auch an die fast 400 Verletzten bedenken sollte, die dabei zustande kamen, finde ich deine Ansicht trotzdem falsch.
Zum einen ist das Beschäftigen für viele die dabei waren ein Weg die Situation zu verarbeiten (die Leute, die nicht verletzt oder getötet wurden, wurden durch das Erlebte und die Angst garantiert auch beeinträchtigt und müssen dies verarbeiten) und durch die hohe Gesellschaftliche Anteilnahme entsteht natürlich auch ein Druck auf die Staatsanwaltschaft, den Fall ausreichend zu untersuchen, was natürlich ebenfalls den Opfern und deren Familien zugute kommen dürfte.
Soweit von mir,
Gruß Sebastian
Hallo Sebastian,
dann möchte ich dich im Umkehrschluss fragen, wie viele der 1,4 Millionen (die Zahl habe ich von Wikipedia) davon überhaupt etwas direkt mitbekommen haben. 1.000? 5.000? – Auf jeden Fall aber hauptsächlich erstmal nur die Leute welche in direkter Nähe zu der Massenpanik standen bzw. mittendrin waren.
Und ich bezweifle, dass diese Zahl bei 5.000 liegt und nicht eher viel geringer ist. Dies resultiert schlichtweg aus der Angabe, dass der Tunnel gerade mal 20.000 Leute hat aufnehmen können und sich die Massenpanik auf der Rampe abspielte weswegen viele im Tunnel hiervon ebenfalls nichts mitbekommen haben dürften.
Das es auf eine Reihe Tote noch einmal eine Höhere Summe Verletzte bei einem derartigen Event gibt ist normal – doch wirst du auf jeder Loveparade einen Stapel verletzter gehabt haben welche allerdings nicht groß aufgefallen bzw. bekannt worden sind aufgrund des Umstandes, dass kein markant- tragisches Ereignis das ganze überschattet hat.
Natürlich üben die Geschichten der Medien einen Gewissen Druck aus, da sie eine gewisse gesellschaftliche Anteilnahme hervorrufen – aber die Artikelzahlen die ich weiter oben gepostet habe, haben nichts mehr mit “der Gesellschaft mitteilen und den Staat und die Veranstalter unter Druck setzen um Aufklärung zu erreichen” zu tun sondern ist in meinen Augen wirklich nichts anderes mehr als rein Gewinnorientiertes ausschlachten auf Kosten der Opfer und deren Angehörigen.
Gruß,
Dominik
Hi Dominik,
zum Thema, wie viele Menschen die Panik mitbekommen haben – da möchte ich gerne mal den Herrn Oberbürgermeister zitieren: “Da müssen wir erstmal die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten.”
Aber ich denke auf jeden Fall das es mehr waren als deine ca. 4.000. Außerdem: es wurde gesagt, dass der Tunnel 20.000 Leute durchschleusen kann pro Stunde. Da a) dies nichts darüber aussagt, wie viele Menschen da rein passen und b) der Tunnel total überfüllt war und dadruch der Referenzwert eh unnütz wird, kann man daran wohl nichts mutmaßen.
Allerdings war die Fläche des Tunnels ca. 4.000 m² groß, daher kann man davon ausgehen, dass schon ziemlich hohe Menschenmassen in diesem Tunnel waren. Also sagen wir mal du hast Recht und es waren ca. 4.000. Dann kann ich mir die Massenpanik absolut nicht erklären, wenn doch jeder seinen eigenen Quadratmeter Platz hatte.
Und zum Thema, das es so viele News wären, ich nehme mal das Beispiel Focus:
Es sind insgesamt 625 Beiträge zum Suchwort Loveparade.
Wenn man die 110 von 2010 abzieht, landen wir bei 515 für die restlichen 17 Veranstaltungen. Das macht im Durchschnitt sonst 30 News pro Veranstaltung.
Wenn wir jetzt berücksichtigen, dass es 1989 noch nicht den Internet Boom gab und in diesen Jahren wohl wesentlich weniger News dazu veröffentlicht wurden, als der Schnitt vorgibt, und man berücksichtigt, dass es dieses Jahr zur Katastrophe kam, wirken die 110 auch schon gar nicht mehr wie so viele.
Gruß Sebastian
Im Extremfall passen in den Bereich vom Tunnel des Zugangs zur Loveparade zeitgleich vllt. 8.000 Menschen – allerdings bedenke bitte wo die Panik ausgebrochen ist. Die Panik selber ist im Bereich der Rampe zum Veranstaltungsplatzes der Loveparade ausgebrochen und nach diversen Aussagen nahm der Platz pro Person ab, je weiter die Menschen in den Bereich der Rampe kamen.
Desweiteren sollte man Bedenken, dass sich eine Panikwelle nicht unendlich weit verbreitet sondern wie alleine schon bei Schall üblich nach einer Weile verebbt – förderlich für ein schnelleres Abklingen der “Welle” ist in diesem Falle laute Musik (welche lt. meine Informationen gegeben war) und somit verhindert, dass die Leute weiter hinten die Schreie ebenfalls so schnell hören.
Bezgl. der Zahlen die ich geliefert habe – hast du dir mal angesehen wonach ich explizit gesucht habe? Die Werte repräsentieren Artikel, welche im Zeitraum vom 24.07.2010 bis 26.07.2010 veröffentlicht worden sind – also ab dem Zeitpunkt des Beginns der Loveparade bis heute. Es sind also nicht die 110 von 2010 sondern die 110 die seit dem Start der Loveparade online gegangen sind. Leider kann ich bei Google nicht noch nach genauer Uhrzeit filtern. Bedenke bitte ebenfalls, über welchen Zeitraum diese durchschnittlichen 30 News sich dann ebenfalls jeweils ergeben haben – garantiert nicht binnen weniger als 2 Tage (< 48h).
Hier einmal die Aufstellung der Zahlen der Veröffentlichungen die Vor dem Beginn der Loveparade getätigt wurden (Zeitraum 01.01.2010 - 23.07.2010):
In meinen Augen ein doch sehr deutlicher Unterschied – ich werde gleich auch noch mal die Zahlen für 2008 raussuchen um einen Vergleichswert zu haben.
Mal nebenbei und unabhängig zu dem Thema der Ausschlachtung die durch Medien in meinen Augen betrieben wird gefragt: Findest du es sinnvoll, dass die Loveparade wegen dieses Zwischenfalles nun nicht mehr stattfinden soll?
Vergleichswerte Loveparade Dortmund 2008:
Veröffentlichungen vor Beginn der Loveparade (Zeitraum 01.01.2008 – 18.07.2008):
—
Veröffentlichungen ab Beginn der Loveparade (Zeitraum 19.07.2008 – 31.12.2008):
—
Vergleichswerte zur abgesagten Loveparade Bochum 2009:
Veröffentlichungen über das ganze Jahr betrachtet:
—
Ich möchte an dieser Stelle ebenfalls anmerken, dass sämtliche Artikelzahlen die ich in meinem Artikel als auch in den Kommentaren hier darlege nicht der von Google getroffenen (geschätzten!) Angabe der Ergebnisse entspricht sondern den tatsächlichen, indem ich auf die letzt mögliche Seite der jeweiligen Suchanfragen gegangen bin – Erst dann liefert Google einen eindeutigen verwertbaren Zahlenwert.
Allerdings muss ich ebenfalls erwähnen, dass ich nicht geprüft habe (was aber hauptsächlich die größeren Zeiträume und weniger den Zeitraum 24.07.2010 – 26.07.2010 betrifft) auf welche Loveparade sich die jeweiligen Artikel genau beziehen.
Hi Dominik,
du wirst doch wohl jetzt nicht alles vergessen, was dir dein Elternhaus mitgegeben hat und einfach Begrüßung und Verabschiedung unterschlagen
Aber wieder zurück zum Thema.
In wiefern die Ausbreitung der Panik zu Beeinträchtigungen geführt hat, kann ich zwar nicht sagen, allerdings kann ich sagen, dass die Panikwelle bis weit vor den Tunnel gewirkt hat.
Leute die noch auf dem Weg zum Gelände waren haben bereits die Panik-Welle abbekommen. Das haben Zeugenaussagen bestätigt.
Was die Zahlen angeht, so können wir uns jetzt wohl noch lange streiten. Für eine Basis brauchen wir zumindest mal eine genaue Auflistung der Jahre sowie und den Anzahlen der Beiträge pro Jahr. Auserdem müsste man Tags vergeben, die den Kontext der Nachricht beschreiben. So könnte man z.B. Sensationslust von Interviews und ähnlichem abkoppeln.
Dann müsste man natürlich die allgemeine Entwicklung von sowohl dem allgemeinen Umfang der Seite als auch dem Umfang den einzelne Themen erreichen im Laufe der Jahre untersuchen um zu erkennen, ob dieses Phänomen wirklich eines ist oder sich allgemein der Volumen des Journalismus verändert hat.
Und ohne solche Informationen können wir hier noch ewig weiter diskutieren, über die Zahlen. Ich könnte z.B. jetzt sagen, dass vor dem Internetboom um die Jahrtausendwende fast gar keine Nachrichten geschrieben wurden. Dann würde die Sitution wieder anders aussehen. Dann könntest du wieder ein Argument geben und wir hätten schon wieder eine Runde Argumentation gemacht, die keiner je gebraucht hatte.
Was das Thema übereilter Entschluss angeht, gebe ich dir vollkommen recht. Man könnte auch sagen, nach dem ersten Flugzeugunglück wäre fliegen für ewig überschattet, ist es aber nicht. Ich fände es viel klüger, die Veranstaltung weiter laufen zu lassen, allerdings zurück nach Berlin zu bringen, wo das Event erprobt ist und Erfahrung besteht.
Außerdem würde ich es mehr verstaatlichen. Ein Millionenevent einem privaten Unternehmen anzuvertrauen ist untragbar und es sollte lieber von einer Stadtgetragen werden. Natürlich hat die Stadt bis jetzt auch schon als Träger fungiert, aber das Sicherheitskonzept stammt vom Veranstallter und allgemein ist die Machtverteilung einfach total unmöglich.
Aber don’t worry, vielleicht kommt es wie mit Schumacher und in ein paar Jahren kommt die Sehnsucht und das Comeback.
Übrigens ist es fürchterlich, dass ich mich jetzt schon fast wie ein Raver anhöre. Ich bin unschuldig
Gruß Sebastian
Ich kann ja nicht meinen eigentlichen Eintrag editieren, von daher jetzt einen Nachtrag, habe deine Statistik eben erst gesehen:
Ich kann mir nciht vorstellen, dass deine Zahlen wirklich stimmen. Denn wenn es so wäre, frage ich mich, wo die restlichen Artikel hergekommen sind. Z.B. bei Focus müssen diese über 500 Artikel ja irgendwann geschrieben worden sein.
Zu deinem letzten Kommentar zuerst:
Das will ich dir beantworten und am Beispiel von Focus.de aufzeigen:
Bei einer auf einen Veröffentlichungszeitraum beschränkten Suche werden lediglich Artikel aufgelistet, welche von Google indexiert und mit Erst-Indexierungsdatum versehen worden sind – dies hat Google aber scheinbar nicht immer gemacht. In diesem Falle liefert die Suche bei mir vermeintliche 238 und tatsächliche 168 Ergebnisse.
Betreibe ich hingegen eine Suche ohne festgelegten Zeitraum, so liefert Google mir vermeintliche 274 Ergebnisse (auf Seite 1 unter der Suchleiste angezeigter Wert) – tatsächlich vorhanden sind allerdings insgesamt nur 188 was ersichtlich wird, wenn man auf die letzte Seite geht.
Bei meiner Suche verwende ich folgenden Suchcode: site:focus.de intitle:loveparade und gebe zusätzlich unter den Optionen die auf der linken Seite angeboten werden den Zeitraum an.
Nun ist die Frage wie du nach den Artikeln gesucht hast, da auch die Suche ohne festen Zeitraum bei mir lediglich 274 bzw. 188 tatsächliche Ergebnisse geliefert hat.
nun zu deinem ersteren Kommentar
Ach Sebastian,
natürlich habe ich mein Elternhaus und meine Erziehung nicht vergessen doch befinden wir uns gerade in einer aktiven Konversation weswegen ich (wie auch in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht) nicht jedes mal Hallo und Tschüss sage – stell dir das mal vor wie das wäre wenn ich jedes mal wenn ich mit reden an der Reihe wäre so anfangen würde *g
BtT:
Was ich mit der Zahlentheorie über die Menge der in Panik geratenen Leute eigtl. nur aussagen wollte ist: Es ist ein weit geringerer Anteil als die Menge der Menschen die da war. Logisch ist, dass folgende Reihenfolge herrscht:
“Menschen in Panik” > Verletzte > Schwer Verletzte > Tote … Wäre es andersherum wäre es noch weit schlimmer – und doch kann so etwas bei einem derartigen Großevent vorkommen – und ich denke, dass es den Faktor Panik und Verletzte auf jeder größeren Veranstaltung gibt – nur dass sie zum Glück meistens nicht so ausarten und häufig genug Vorkehrungen zur Prävention bzw. raschen Deeskalation vorab getroffen werden.
Tragisch und Traurig ist es in jedem Falle – das will ich auch gar nicht abstreiten. Es geht mir lediglich um den Medienrummel der mal wieder wie bei allen “Sensationen” gemacht wird und in meinen Augen schon echt nur noch pervers ist – ich will gar nicht schreiben, welche Begriffe mir zu dieser Abartigkeit alle einfallen.
Wenn jede Veranstaltung nicht mehr stattfinden, jede Band keine Konzerte mehr spielen dürfte wenn es Tote gegeben hätte, dann dürften wir heutzutage wohl auch keine Konzerte mehr von Damageplan oder Metallica “bewundern” können.
Was meine Zahlen der Artikelmengen angeht so schrieb ich wie gesagt ja dazu wie ich an diese herankomme – btw. Focus .de hat mittlerweile angezeigt 210 Artikel bzw. tatsächliche 149 Artikel online – Das lässt für alle anderen Jahre Loveparade gerade mal schlappe 39 Artikel übrig.
BtT: Als ich mir die Zahlen zusammengesammelt habe, habe ich mir teils auch die Artikel (verständlicherweise nicht alle) angesehen – Einige berichten darüber, was passiert ist. Andere darüber, wie die Politiker sich äußern. Wieder andere über Schuldzuweisungen, Stand der Ermittlungen, Vermutungen von (wie es früher bei bestimmten Zeitungen gerne mal üblich war) selbsternannten oder zu solchen erhobenen “Professoren” etc. pp. Ggf. kann man auch bei besonders wichtigen oder stichhaltigen neuen Erkenntnissen noch einen Artikel rausjagen (was ja der Vorteil vom Internet ist) aber doch bitte nicht 149 mal in mittlerweile etwas mehr als 48 Stunden.
Ich habe mir alleine von Focus gerade die neusten 10 Artikel anzeigen lassen – allesamt binnen der letzten 46 Minuten veröffentlicht. Das gleicht für mich eher einem Wettkampf um die meisten Klicks von Suchmaschinen die Newsfeeds minütlich scannen und teils Live auf den Suchseiten einblenden (wie Google via AJAX – such mal nach Loveparade – der Liveticker befindet sich unter dem 3ten tatsächlichem Suchergebnis und Updatet sich alle paar Sekunden – teils mit Youtube und Twitterlinks aber auch erschreckend oft mit Links von Zeitungsverlagen) und hat in meinen Augen rein nichts mehr mit sachlich zusammengefasst zu tun. 3 (einer pro Tag) bis 48 Artikel (seien wir mal großzügig – einer je Stunde, aber dann auch nur wenn es wirklich was wichtiges neues gibt und nicht wenn ein x-beliebiger Politiker sich dazu äußert) sollten absolut ausreichend sein.
Was sich jetzt mit der Loveparade ergeben wird – mal abwarten – aber auch ich finde, dass sie wieder in Berlin gemacht werden sollte – einfach alleine schon aus Platztechnischen Gründen.
Gruß
Ergänzender Kommentar:
Mittlerweile sind es über 500 Artikel, allerdings wird das Thema mittlerweile nicht mehr nur zum reinen Profit ausgeschlachtet sondern es wurde zuletzt auch ordentlich berichtet über neue Erkenntnisse.
auf der offiziellen Seite der Loveparade findet sich eine sehr gute Dokumentation wie es zu der ganzen Situation kam und es ist wird denke ich mal jedem sehr schnell ersichtlich, was schief gelaufen ist und was anders hätte gemacht werden müssen um diese Tragödie zu vermeiden.