Pädagogische Inkompetenz hat einen Namen

… und dieser Name lautet: “Lehrer”

Erst heute in einem Gespräch mit ein paar Leuten aus meinem Bekanntenkreis wurde mir wieder bewusst, was für inkompetente und unfähige Menschen sich in den Berufszweig des Lehrers drängen. Auch ich durfte diese tollen Erfahrungen machen, welche heute zur Sprache kamen. Die Inkompetenz dich ich meine, hat nahezu jeder Mensch. Das macht die Sache zwar nicht besser, doch die meisten Leute wissen nicht einmal was sie tun, wenn sie diese Inkompetenz unbewusst und unbedacht “ausleben”. Doch gerade bei ein pädagogisch ausgebildeten Lehrer (was meines Wissens nach jeder Lehrer sein sollte) finde ich diese Inkompetenz nur um so schlimmer.

Wovon ich rede hat im direkten Sinne mit dem Thema "Die Macht der Worte" zu tun.
Es geht sich um die tollen Aussagen:

  • Das schaffst du doch eh nicht

  • Aus dir wird nie etwas

  • Was willst du kleines Licht schon erreichen können?

  • Lass es lieber, du bist eh zu dumm dafür

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wo die Launen mancher Lehrer herkommen dass sie meinen dies einzelnen Schülern entgegen werfen zu können. Glauben diese Lehrer in Ihrer Inkompetenz etwa, dass sie diesen Schüler durch Mobbing und Erniedrigung motivieren können nach dem Motto “Dir Arschloch beweise ich es”?

Sicherlich mag die in manchen Fällen funktionieren. Ich selber habe irgendwann gelernt mit solchen Sprüchen umzugehen und den Leuten gedanklich den “Stinkefinger” zu zeigen und ihnen meinen Rücken zuzuwenden. Wer eine derartige Aussage einem anderen Menschen gegenüber trifft, der hat in meinen Augen nichts besser verdient sondern vielmehr eigentlich nur noch weniger. Inkompetenz schadet und im Umgang mit der Psyche anderer Menschen ist sie in meinen Augen absolut kritisch.
Ich persönlich nutze jedoch solche Aussagen dieser Inkompetenz für mich selbst als Motivation. Doch eine Freundschaft würde nach solchen Sprüchen garantiert nicht mehr entstehen können.

Scheinbar bedenken jedoch einige Lehrer in Ihrer übergroßen Allwissenheit auf Ihrem Gebiet und der damit verbundenen Inkompetenz nicht, dass nicht jeder Schüler gleich ist und eine Aussage je nach Tagesverfassung unterschiedlich interpretiert werden kann.  Das psychische Konstrukt eines Menschen ist so extrem komplex, dass man nicht immer weiß, wie eine Aussage auf einen Menschen wirkt. So kann zum Beispiel eine derartige Aussage den einen Menschen motivieren, den anderen in ein Loch aus Depressionen und Zukunftsängsten (welche bis hin zu Panik-attacken gehen können) stoßen. Besonders anfällig hierfür sind Menschen, deren Selbstbewusstsein z.B. durch Mobbing in der Schule auf dem Null-Punkt ist.

Wer wird alles Lehrer?

Über die Beweggründe hierfür kann ich nur mutmaßen. Was sich bei denen die mir einfallen jedoch augenblicklich zeigt, ist der mangelnde Ehrgeiz und die mangelnde Bindung zum Beruf.

  • “Ich will mit Kindern arbeiten” … da sag ich nur schön für einen … hat man sich auch nur Ansatzweise mal über den Beruf informiert und ihn mal probiert (Mein Artikel "Selbstwert gleich Null" behandelt genau die Problematik der mangelnden Information über das, was man machen will… im Falle von Schulen und Kindergärten ein trivialer Fehler der zu Lasten der Kinder und Jugendlichen geht)
  • Beamtenstatus… ich kann mir gut vorstellen, dass dies für einige Leute durchaus auch ein gutes Argument ist.
  • Mehr Urlaub und weniger Arbeit bei gutem Gehalt … vermutlich auch eine Sache welche viele Schüler während Ihrer Schulzeit sehen. “Lehrer haben ja auch dann Ferien, wenn die Schüler Ferien haben. Und darüber hinaus sind die täglichen Arbeitszeiten auch noch kürzer!?” … auch hier spielt wieder die Problematik rein, dass sich viele Menschen nicht gut informieren und lieber mit einer Rosa Brille durch die Gegend rennen.

Alleine in diesen Punkten zeigt sich schon die Inkompetenz welche sich dann scheinbar zu meist auch im Berufsleben wiederspiegelt.

Warum gibt es keine Filterung der Inkompetenz?

Was weiß ich… auch hier kann ich nur mutmaßen.

Eine Möglichkeit wäre, dass dies ein Problem ist welches nicht wahrgenommen oder als solches identifiziert wird. In diesem Falle würde ich ja hoffen, dass ich mit diesem Artikel ein wenig wachrütteln kann.

Die andere Möglichkeit wäre in meinen Augen, dass das Problem zwar bekannt ist, die Schulen jedoch zu überfüllt sind und ein massiver Lehrermangel vorherrscht.

Was die Inkompetenz fördert…

… ist der Aspekt, dass die Klassen heutzutage einfach hemmungslos überfüllt sind. Lehrer haben nicht einmal mehr eine großartige Handhabe wenn es zu eskalierenden Situationen kommt. Dass hier ein zusätzlicher Frustrationspegel entsteht und Lehrer gerne mal ein wenig gereizter und unüberlegter reagieren ist denke ich mal nachvollziehbar.

Hier könnten mehr Schulen, Lehrer und kleinere Klassen theoretisch gesehen Abhilfe schaffen.

Der “wahre” Lehrer …

… ist in meinen Augen ein Lehrer, welcher seinen Beruf mit Herzblut betreibt. Ein Lehrer, welcher sich mit seinen einzelnen Schülern beschäftigt und diese (wie es sein sollte) an die Hand nimmt, ihnen Perspektiven zeigt, sie motiviert, auf sie eingeht und ihnen auf ihrem Weg den sie ggF. gehen wollen hilft. Leider gibt es zu wenig Menschen, die Ihren Beruf mit einer derartigen Ideologie betreiben und die wenigen die es tun, stumpfen mit der Zeit einfach aufgrund der Masse an Schülern ab.

Ich selber hatte drei Lehrer welche diese Ideologie verfolgten und an die ich mich gerade deswegen gerne an diese zurück erinnere. Der gesamte Rest meiner damaligen Lehrer gehört in meinen Augen zu dem Stapel der Inkompetenten Sorte.

Fazit:

Mehr Schulen, kleinere Klassengruppen und mehr Lehrer mit einer derartigen Ideologie würden viele Probleme lösen… nur leider dürfte die vermutlich ein nie lösbares Problem bleiben.

About Dominik Habichtsberg

Guten Tag, mein Name ist Dominik Habichtsberg. Ich bin Softwareentwickler mit dem Hauptfokus auf Internetapplikationsentwicklung. Ich beschäftige mich mit den Bereichen PHP, xHTML, JS, AJAX, CSS und SEO. In diesen Bereichen habe ich mich darauf spezialisiert Performance und Traffic optimierte sowie Barrierefreie und Nutzungskomfortable Webapplikationen zu entwickeln.

3 Responses to Pädagogische Inkompetenz hat einen Namen

  1. Pingback: Eine Welt ohne Geld – Bildung für alle | Lügner Blog

  2. stone says:

    Ich geb dir Recht und bin der Ansicht unser System fördert das Abstumpfen der Inkompetenz aller Persönlichkeiten und somit das blinde Hinnehmen, das Wissende zu Verstehen oder zu Hinterfragen.

    Wie Erich Fromm in Psychoanalyse
    und Ethik (1954) dieThese aufstellt; die
    Sittlichkeit ist eine produktive Lebensorientierung.
    Produktivität meint eine besondere Art,
    sich mit den eigenen Möglichkeiten und den
    Möglichkeiten der Welt in Beziehung zu setzen.

    Produktivität des Denkens verlangt, dass man
    Dinge und Menschen und auch sich selbst nicht
    entstellt und verfälscht, sondern in ihrem eigentlichen Wesen wahrzunehmen vermag.

    Weiter schrieb Fromm in Die Kunst des Liebens (1971). Die Grundelemente der produktiven Liebe: Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Achtung und wissendes Verstehen.

    Die Unproduktiven Orientierungen verstehen sich Rezeptiv, Ausbeuterisch, Hamster- und Marktorientierend. Die Folgen führen zur Entpersönlichung, Leere und Sinnlosigkeit und destruktiven Lebensorientierung.

    Die destruktive Lebensorientierung oder der Destruktionstrieb setzt erst durch die Folge einer Frustration der produktiven Energie ein, er erstarkt proportional zu den Blockierungen der menschlichen Entfaltung.

  3. Hallo Stone,

    danke für deinen Kommentar. Zugegeben, habe ich bislang noch nie etwas von Erich Fromm gelesen, allerdings kann ich diesem doch recht weit zustimmen.
    Hättest du ggF. ein paar ISBN’s von diesem Herrn (auch gerne über die von dir angesprochenen Titel hinaus gehend), die du empfehlen kannst?

    Viele Grüße,

    Dominik

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